Eine neue Sprache zu lernen ist nicht „mehr Vokabeln pauken". Sprache entsteht im Gehirn nicht durch reine Repetition — sondern durch verstehbare Begegnungen mit der Sprache. Wer das versteht, lernt in 6 Monaten, was andere in 3 Jahren verfehlen.
Stephen Krashens fünf Hypothesen (vereinfacht):
- Acquisition vs. Learning: Sprachenerwerb ist unbewusst (wie Kindern), Lernen bewusst.
- Input‑Hypothese: Wir lernen, wenn wir Sprache verstehen, die leicht über unserem Niveau liegt (i+1).
- Affective Filter: Stress und Angst blockieren das Lernen.
- Monitor: Grammatik‑Wissen prüft das Erlernte, ist aber nicht der Motor.
- Natural Order: Strukturen werden in fester Reihenfolge erworben.
Faustregel: „Niemand wird durch Vokabeln‑Auflisten zum Sprecher. Sprecher werden durch Begegnung."
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