Freude 1.7 — Musikproduktion Grundlagen

Mixing — alle Spuren in Balance

Mixing = Lautstärken, Stereo-Bild, Frequenzen, Räumlichkeit so einstellen, dass alle Elemente Platz haben und der Track als Ganzes wirkt.

Die 4 Hebel

  1. Volume / Gain — wie laut?
  2. Panning — wo im Stereo-Bild? (links bis rechts)
  3. EQ — welche Frequenzen?
  4. Effekte — Reverb, Delay, Kompression, Sättigung

Frequenzbereiche

BereichHzWas lebt da
Sub-Bass20-60Kick-Sub, 808
Bass60-200Bass, Kick-Punch
Tiefmitten200-500Wärme, oft Mud
Mitten500-2kVocals, Snare
Hochmitten2k-6kPräsenz, "Hi-Mid"
Höhen6k-20kHi-Hats, Air, Sibilance

Kompression — kurz erklärt

Reduziert Lautstärke-Spitzen, hebt leise Stellen → kompakter Sound. Parameter:

  • Threshold — ab welcher Lautstärke wirkt der Kompressor?
  • Ratio — wie stark? (z.B. 4:1 = pro 4 dB drüber wird 1 dB rausgegeben)
  • Attack — wie schnell reagiert er?
  • Release — wie schnell lässt er wieder los?
  • Make-up Gain — Lautstärke wieder hochfahren

Reverb & Delay

  • Reverb — Raum-Effekt. Verschiedene Räume: Plate, Hall, Room, Spring
  • Delay — Echo-Effekt. Synced auf BPM für rhythmisches Echo
  • Faustregel: nicht alle Spuren ins gleiche Reverb — sonst Matsch. Verschiedene Räume nutzen.

Mixing-Faustregeln

  • Subtraktiv vor additiv: erst Frequenzen rausschneiden, dann boosten
  • Mute solo nicht für lange: jeder Sound klingt "solo" toll, im Kontext zählt
  • Pegel-Disziplin: kein Track im Master-Bereich ins Rote (Clipping)
  • Pause machen: nach 30-60 min Mixing → Ohren-Müdigkeit, fehlerhafte Entscheidungen
  • Auf mehreren Systemen prüfen: Studio-Kopfhörer, Auto, Handy-Lautsprecher
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