Mixing — alle Spuren in Balance
Mixing = Lautstärken, Stereo-Bild, Frequenzen, Räumlichkeit so einstellen, dass alle Elemente Platz haben und der Track als Ganzes wirkt.
Die 4 Hebel
- Volume / Gain — wie laut?
- Panning — wo im Stereo-Bild? (links bis rechts)
- EQ — welche Frequenzen?
- Effekte — Reverb, Delay, Kompression, Sättigung
Frequenzbereiche
| Bereich | Hz | Was lebt da |
|---|---|---|
| Sub-Bass | 20-60 | Kick-Sub, 808 |
| Bass | 60-200 | Bass, Kick-Punch |
| Tiefmitten | 200-500 | Wärme, oft Mud |
| Mitten | 500-2k | Vocals, Snare |
| Hochmitten | 2k-6k | Präsenz, "Hi-Mid" |
| Höhen | 6k-20k | Hi-Hats, Air, Sibilance |
Kompression — kurz erklärt
Reduziert Lautstärke-Spitzen, hebt leise Stellen → kompakter Sound. Parameter:
- Threshold — ab welcher Lautstärke wirkt der Kompressor?
- Ratio — wie stark? (z.B. 4:1 = pro 4 dB drüber wird 1 dB rausgegeben)
- Attack — wie schnell reagiert er?
- Release — wie schnell lässt er wieder los?
- Make-up Gain — Lautstärke wieder hochfahren
Reverb & Delay
- Reverb — Raum-Effekt. Verschiedene Räume: Plate, Hall, Room, Spring
- Delay — Echo-Effekt. Synced auf BPM für rhythmisches Echo
- Faustregel: nicht alle Spuren ins gleiche Reverb — sonst Matsch. Verschiedene Räume nutzen.
Mixing-Faustregeln
- Subtraktiv vor additiv: erst Frequenzen rausschneiden, dann boosten
- Mute solo nicht für lange: jeder Sound klingt "solo" toll, im Kontext zählt
- Pegel-Disziplin: kein Track im Master-Bereich ins Rote (Clipping)
- Pause machen: nach 30-60 min Mixing → Ohren-Müdigkeit, fehlerhafte Entscheidungen
- Auf mehreren Systemen prüfen: Studio-Kopfhörer, Auto, Handy-Lautsprecher
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