Praxis: dein erster Track
30-60 Minuten pro Sitzung. Kleine Schritte, regelmäßig.
Tag 1 — Beat (45 min)
- Neue DAW-Session, Tempo 90 BPM (Hip-Hop) oder 124 BPM (House)
- Kick auf 1, 5, 9, 13 (four-on-the-floor) ODER 1 + 11 (Boom-Bap)
- Snare auf 5 + 13
- Hi-Hats: jede 16tel oder Off-Beats für Trap-Feeling
- Speichern, EXPORT als MP3 für Handy → unterwegs anhören
Tag 2 — Bass + Akkorde (45 min)
- Tonart wählen (z.B. C-Moll: einfach, viele Stücke darin)
- Akkorde: Cm, Ab, Eb, Bb (klassische Pop-Progression)
- Bass spielt Wurzeltöne im Rhythmus der Kick
- Pad oder Klavier-Akkorde drüber legen
Tag 3 — Melodie (45 min)
- Lead-Synth oder Sample-Instrument wählen
- Hummen die Melodie, dann auf MIDI-Keyboard suchen
- Erst 4 Takte, dann erweitern
- Variationen: Frage-Antwort-Phrasen
Tag 4 — Struktur (60 min)
- Klassische Pop-Form: Intro - Strophe - Refrain - Strophe - Refrain - Bridge - Refrain - Outro
- Spannungsbogen: Energie steigt zum Refrain
- Drops: Drums weg lassen für 4-8 Takte = Spannung, dann zurück → Befreiung
Tag 5 — Mixing (60 min)
- Pegel: kein Track laut genug für Clipping
- EQ: subtraktiv (Mud bei 250 Hz raus, hat fast jedes Instrument zu viel)
- Reverb auf Snare + Vocals, NICHT auf Bass + Kick
- Stereo: Drums Mitte, Lead etwas links, Pad weit gespreizt
Tag 6 — Mastering & Export
- Master-Bus: Limiter mit -1 dB Ceiling, Output bis -14 LUFS
- Auto-Mastering wie LANDR oder iZotope Ozone Master Assistant ist OK für Demos
- WAV (24-bit) für Distribution, MP3 320 kbps für Send
Goldene Regel: Veröffentlichen
Erster Track wird nicht perfekt. Zweiter auch nicht. Aber jeder fertiggestellte Track lehrt dich mehr als 10 nie fertig gewordene. Veröffentliche auf SoundCloud, sammle Feedback, weiter.
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