Freude 1.7 — Musikproduktion Grundlagen

Praxis: dein erster Track

30-60 Minuten pro Sitzung. Kleine Schritte, regelmäßig.

Tag 1 — Beat (45 min)

  1. Neue DAW-Session, Tempo 90 BPM (Hip-Hop) oder 124 BPM (House)
  2. Kick auf 1, 5, 9, 13 (four-on-the-floor) ODER 1 + 11 (Boom-Bap)
  3. Snare auf 5 + 13
  4. Hi-Hats: jede 16tel oder Off-Beats für Trap-Feeling
  5. Speichern, EXPORT als MP3 für Handy → unterwegs anhören

Tag 2 — Bass + Akkorde (45 min)

  1. Tonart wählen (z.B. C-Moll: einfach, viele Stücke darin)
  2. Akkorde: Cm, Ab, Eb, Bb (klassische Pop-Progression)
  3. Bass spielt Wurzeltöne im Rhythmus der Kick
  4. Pad oder Klavier-Akkorde drüber legen

Tag 3 — Melodie (45 min)

  1. Lead-Synth oder Sample-Instrument wählen
  2. Hummen die Melodie, dann auf MIDI-Keyboard suchen
  3. Erst 4 Takte, dann erweitern
  4. Variationen: Frage-Antwort-Phrasen

Tag 4 — Struktur (60 min)

  • Klassische Pop-Form: Intro - Strophe - Refrain - Strophe - Refrain - Bridge - Refrain - Outro
  • Spannungsbogen: Energie steigt zum Refrain
  • Drops: Drums weg lassen für 4-8 Takte = Spannung, dann zurück → Befreiung

Tag 5 — Mixing (60 min)

  • Pegel: kein Track laut genug für Clipping
  • EQ: subtraktiv (Mud bei 250 Hz raus, hat fast jedes Instrument zu viel)
  • Reverb auf Snare + Vocals, NICHT auf Bass + Kick
  • Stereo: Drums Mitte, Lead etwas links, Pad weit gespreizt

Tag 6 — Mastering & Export

  • Master-Bus: Limiter mit -1 dB Ceiling, Output bis -14 LUFS
  • Auto-Mastering wie LANDR oder iZotope Ozone Master Assistant ist OK für Demos
  • WAV (24-bit) für Distribution, MP3 320 kbps für Send

Goldene Regel: Veröffentlichen

Erster Track wird nicht perfekt. Zweiter auch nicht. Aber jeder fertiggestellte Track lehrt dich mehr als 10 nie fertig gewordene. Veröffentliche auf SoundCloud, sammle Feedback, weiter.

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