Eval-Methoden
1. Goldset (gelabelte Beispiele)
50-200 (Input, Erwarteter-Output)-Paare. Aufgebaut von Domain-Experten. Jeder Prompt-Wechsel wird gegen Goldset gemessen.
Vorteil: reproduzierbar, schnell, automatisierbar
Nachteil: Aufbau braucht Zeit, Goldset muss gepflegt werden
2. Human-Eval
Menschen bewerten Outputs nach Rubrik (Hilfreich/Sicher/Korrekt). Mehrere Bewerter pro Sample → Inter-Annotator-Agreement (Cohen's κ).
Vorteil: Goldstandard für Nuancen
Nachteil: teuer (~5-50 €/Sample), langsam, schwer zu skalieren
3. LLM-as-Judge
Ein zweites (oft größeres) LLM bewertet Output nach Prompt-Rubrik.
Bewerte folgende Antwort auf Skala 1-5:
- 5 = perfekt, korrekt, hilfreich, höflich
- 1 = falsch / unverständlich / unsicher
Frage: {question}
Antwort: {answer}
Score (nur Zahl):Vorteil: skalierbar, billig (vs. Human), schnell
Nachteil: Bias (z.B. Length-Bias — längere Antworten oft höher bewertet), Judge-Modell selbst muss gut sein
4. Pairwise-Comparison
Statt absoluter Score: gib Judge zwei Antworten, frag "welche besser?". Robuster als absolute Skala.
5. Rule-Based Checks
Schnelle, billige Tests:
- Output enthält PII? (Regex auf Mails/Telefon)
- Output länger als 200 Wörter?
- Output ist valides JSON?
- Output enthält Verbotenes (z.B. Konkurrenz-Marken)?
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