LinAlg 10 · SVD & Anwendungen
Kapitel 3 · Vergleich

SVD vs. Eigenwertzerlegung

AspektEigenwert (A = SDS⁻¹)SVD (A = UΣVᵀ)
Welche Matrizen?nur quadratisch + diagonalisierbarjede Matrix
WerteEigenwerte (können negativ/komplex sein)Singulärwerte (immer ≥ 0)
VektorenS nicht orthogonal i.A.U, V orthogonal
Beziehungσᵢ² = Eigenwerte von AᵀA
Stabilitätkann instabil seinnumerisch stabil

SVD aus Eigenwerten von AᵀA

  1. Berechne AᵀA (immer symmetrisch positiv-semidefinit).
  2. Eigenwerte von AᵀA sind σᵢ². Wurzel ziehen → Singulärwerte σᵢ.
  3. Eigenvektoren von AᵀA = Spalten von V.
  4. Spalten von U = (1/σᵢ) · A · vᵢ.

Wichtige Spezialfälle

  • A symmetrisch und positiv-definit: Eigenwerte = Singulärwerte, Eigenvektoren = Singulärvektoren.
  • A orthogonal: alle σᵢ = 1.
  • A diagonal: σᵢ = |Diagonalwert|.
🪜
Wann nutzt man was?Eigenwerte: wenn du das langfristige Verhalten oder die „internen Frequenzen" einer dynamischen Matrix verstehen willst.
SVD: wenn du Daten analysieren, komprimieren oder rangmäßig reduzieren willst — und natürlich für nicht-quadratische Datenmatrizen.
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