Statistik 2 · Punktschätzer
Kapitel 1 · Story

Was ist ein guter Schätzer?

Stell dir vor: Du hast 10 Klausuren aus einer Klasse mit 100 Schülern und willst den wahren Klausurschnitt der ganzen Klasse schätzen. Drei Wege bieten sich an: Mittelwert, Median, oder einfach (Min + Max)/2. Welcher ist besser? Genau hier beginnt die Theorie der Schätzer.

In Statistik 1 hast du mit konkreten Daten gerechnet. Jetzt fragst du: wie zuverlässig sind die Werte aus der Stichprobe als Schätzung für die unbekannte Population? Drei Eigenschaften entscheiden darüber:

🎯
Drei Qualitäten eines SchätzersErwartungstreu (unbiased): im Mittel landest du beim wahren Wert.
Konsistent: mit mehr Daten konvergierst du gegen den wahren Wert.
Effizient: hat die kleinste Varianz unter allen erwartungstreuen Schätzern.

Notation

SymbolBedeutung
θ (Theta)der wahre, unbekannte Parameter (z.B. μ, σ², π)
θ̂ (Theta-Dach)der Schätzer (eine Funktion der Stichprobe)
E[θ̂]Erwartungswert des Schätzers über alle möglichen Stichproben
Var[θ̂]Varianz des Schätzers
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