Stichprobenarten — von Zufall bis Quote
Es gibt grob zwei Familien:
Zufallsstichproben (probabilistisch)
Jede Person der Grundgesamtheit hat eine bekannte Auswahlwahrscheinlichkeit > 0.
| Methode | Wie | Vorteile · Nachteile |
|---|---|---|
| Einfache Zufallsauswahl (SRS) | Lottoziehung — jede Person gleich wahrscheinlich | + Goldstandard. − braucht vollständige Liste, teuer. |
| Geschichtete Stichprobe | Population in Schichten teilen (z.B. Altersgruppen), aus jeder zufällig ziehen | + präziser bei heterogenen Gruppen. − Schichten müssen bekannt sein. |
| Klumpenstichprobe (Cluster) | Population in Klumpen teilen (z.B. Schulklassen), zufällig ganze Klumpen ziehen, alle drin befragen | + billig, organisatorisch einfach. − weniger präzise. |
| Systematische Auswahl | Jeden k-ten Eintrag aus Liste (k = N/n) | + einfach. − Gefahr bei zyklischen Mustern. |
Nicht-Zufallsstichproben
| Methode | Wie | Probleme |
|---|---|---|
| Quotenstichprobe | Interviewer suchen Personen nach Quote (50 % weiblich, 30 % über 60 etc.) | Auswahl innerhalb Quote ist subjektiv. |
| Schnowballverfahren | Befragte empfehlen weitere Befragte | Stark verzerrt — passt zu Untergruppen. |
| Convenience Sample | Wer gerade da ist (Studierende im Hörsaal) | Selten repräsentativ. |
| Self-Selection | Online-Umfrage, freiwillige Teilnahme | Wer mitmacht, hat starke Meinung — Verzerrung. |
FaustregelFür seriöse statistische Schlüsse → nur Zufallsstichproben. Alles andere kann Trends sichtbar machen, aber ohne Wahrscheinlichkeitsaussagen (Konfidenzintervalle, p-Werte).
