LinAlg 5 · Vektorräume
Kapitel 4 · Teilräume

Unterräume

Definition · Unterraum

Eine Teilmenge U ⊆ V eines Vektorraums V heißt Unterraum, wenn U selbst ein Vektorraum ist (mit derselben Addition und Skalarmal).

Unterraumkriterium · die einfache Variante

U ⊆ V ist Unterraum genau dann, wenn:

  1. 0 ∈ U (enthält Nullvektor)
  2. u, v ∈ U ⇒ u + v ∈ U (abgeschlossen unter Addition)
  3. u ∈ U, λ ∈ K ⇒ λu ∈ U (abgeschlossen unter Skalarmal)

Wenn diese drei Punkte stimmen, gelten alle 8 Axiome automatisch in U.

Beispiele in ℝ²

MengeUnterraum?Grund
{(x, y) : y = 2x}Gerade durch Ursprung
{(x, y) : x ≥ 0}Skalarmal mit −1 verlässt die Menge
{(x, y) : y = 2x + 1}0 nicht enthalten
{(0, 0)}Trivialer Unterraum
ℝ² selbstTrivialer Unterraum

Unterräume von ℝ²

  • Nur drei Sorten: {0}, Geraden durch 0, ganz ℝ².

Unterräume von ℝ³

  • Vier Sorten: {0}, Geraden durch 0, Ebenen durch 0, ganz ℝ³.
🎯
Schneller TestEnthält die Menge den Nullvektor? Wenn nein → kein Unterraum. Sonst: prüfe Add + Skalarmal. Affine Geraden/Ebenen, die nicht durch 0 gehen, sind nie Unterräume.
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