Statistik 2 · t-Test
Kapitel 4 · Variante 3

Gepaarter t-Test

Anwendung

Verbundene Stichproben — z.B. derselbe Proband vorher und nachher, derselbe Patient links/rechts. Reduziere zu Differenzen d_i = x_{1,i} − x_{2,i}, dann Einstichproben-Test auf d̄ = 0.

t = d̄ / (s_d / √n)   ·   df = n − 1

Wann gepaart, wann nicht?

SituationTest
Gewichtsverlust derselben Person vor/nach DiätGepaart
Klausur derselben Klasse mit altem & neuem LehrbuchGepaart
Klasse A vs. Klasse BZweistichproben (unabhängig)
Männer vs. FrauenZweistichproben (unabhängig)
🎯
Warum gepaart oft besser istBei verbundenen Stichproben verschwindet die Variabilität zwischen den Probanden — du misst nur den Unterschied. Das macht den Testsensitiver (höhere Power) bei gleicher n.

Beispiel

10 Personen, Gewicht vor/nach 4-Wochen-Diät. d̄ = −2.5 kg, s_d = 1.8 kg.

  1. H₀: μ_d = 0, H₁: μ_d < 0 (Diät wirkt).
  2. SE = 1.8/√10 ≈ 0.569.
  3. t = −2.5/0.569 ≈ −4.39.
  4. df = 9, tkrit, 0.05, einseitig = −1.833. −4.39 ≪ −1.833 → H₀ verwerfen. Diät wirkt signifikant.
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